Start  Impressum  Galerie  Beiträge  Kontakt 
Sie befinden sich hier: Start > Beiträge > IAADH e V
14.03.2010
ARI Berlin
 
IAADH e V
 

IniciativaAngola Antimilitarista para os Direitos Humanos
InitiativeAngolaise Antimilitariste pour les Droits de l' Homme
AngolanischeAntimilitaristische Menschenrechtsinitiative
AngolanAnti-Militarism Initiative for Human Rights
IAADH e.V.

Yorckstrasse 59, D-10965 Berlin (Alemanha/Germany) Tel.+49-30-785 72 81 Fax+49-30-786 99 84 Internet:http://www.iaadh.de-E-mail:info@iaadh.de

Als PDF herunterladen

Sehr geehrte Damen und Herren,

Zuerst möchten wir allen danken in Namen der Angolanischen Antimiltaristischen Menschenrechtsinitiativen (IAADH), und wir möchten die Gelegenheit nutzen, um den Freunden von Yorck59 und den Unterstützern zu gratulieren, für Ihr Engagement, daß sie weiter kämpfen um das Bleiberecht zu bekommen für das Hausprojekt NewYorck59 im Bethanien. Es wird ein Verlust für die Einwohner von Kreuzberg sein, wenn dieses Haus Bethanien durch die Hand des Imperialisten gekauft wird. Denn dieses Haus ist einzigartig mit seiner Geschichte des Widerstands von unten.

Die IAADH hat acht Jahre lang in der Büroetage in der Yorckstraße 59 politisch arbeiten können. Durch die vorhandene Infrastruktur konnten wir unsere weltweite Vernetzung vorantreiben, Flüchtlingsproteste organisieren und unterstützen und über Krieg, Widerstand und Friedensbewegung in Angola die Öffentlichkeit informieren. Dann wurden auch wir geräumt.

Im Bethanien wollte die IAADH ein Dokumentation- und Informationzentrum eröffnen. Außerdem haben wir langfristig ein Benefizkonzertprojekt geplant, das wir in Deutschland starten, um mit den Geldern das IAADH Projekt in Angola zu finanzieren. Das Ziel des Projektes in Angola ist die "Aufarbeitung der Vergangenheit". In diesem Projekt in Angola wollen wir Opfer des Krieges, Opfer von AIDS, Opfer der Landminen und Strassenkinder unterstützen. Und unser Bethanien- Zentrum sollte der Koordinationsmittelpunkt für alle Projekten sei. Dieser Plan ist jetzt durch die absurde und nicht reflektierte Entscheidung der Politiker von Kreuzberg akut bedroht.

Liebe Leute, wir haben das alte Hausprojekt Yorck59 damals verloren, durch die Unfähigkeit und Mitschuld der Politiker, die sich immer auf die Eigentumsverhältnisse in diesem kapitalistischen System beriefen, an denen sie nichts ändern könnten. Der Fall vom Bethanien ist von dem vom vorhergehenden verschieden. Hausherr des Bethanien ist jetzt der Bezirk und die Verantwortung für eine Räumung ist jetzt in den Händen der lokalen Politiker.

IAADH fordert die Politiker auf, die geplante Räumung zu stoppen und alle Repressionen gegen die Bewohner und die politischen Initiativen im Haus einzustellen. Es arbeiten im Bethanien viele politische Gruppen aus verschiedenen Ländern und leben dort auch Familien mit Kindern, die schon einmal - vor vier Monaten - brutal durch die Polizei aus dem alten Projekt in der Yorckstraße verdrängt worden waren.

Das Projekt NewYorck59 und die Einwohner haben immer den Dialog mit den verantwortlichen Politikern von Kreuzberg gesucht, um eine friedliche Lösung zu finden. Diese Bemühungen scheinen zur Zeit gescheitert. Die Politiker sind offensichtlich nicht bereit oder interessiert einen Kompromiß zu finden. Sie halten fest an ihrem Privatisierungsplänen, sie halten fest am Verkauf des Hauses an einen Kapitalisten und werden damit die soziale, kulturelle und politische Verarmung Kreuzbergs wieder ein Stück vorantreiben.

Die IAADH appelliert an die Bevölkerung von Kreuzberg, gegen den Verkauf des Hauses zu protestieren - den Verkaufs des Hauses nicht zu zulassen. Heute ist es Bethanien, morgen sind es vielleicht die Schulen oder die Kindergärten. Das geht uns alle an! Es geht um uns, um unsere Kinder und um die zukünftigen Generationen.

Eine Bürgerinitiative in Kreuzberg hat ein Bürgerbegehren gestartet, um Bethanien vor dem Verkauf zu retten und es zu einem kulturellen und politischen Zentrum für die Bevölkerung zu machen. Wenn die Politiker von Kreuzberg diese demokratische Möglichkeit nicht akzeptieren oder bekämpfen, dann akzeptieren sie auch nicht die demokratischen Grundregeln des Landes. Dann benehmen sie sich wie Bezirks-Diktatoren.

Wir werden weiter kämpfen!
Jetzt erst recht !!!!!

Vielen Dank an alle Unterstützer und Freunde IAADH - Paulo B.